Der weltweite Verbrauch von Getreide ist in diesem Jahr um 3% gestiegen. Es wird erwartet, dass zusätzlich 36 Mio. t Getreide verfüttert werden. Für die industrielle Verwertung und die Humanernährung erwartet man einen Anstieg von insgesamt. 30 Mio. t.
Die Getreidevorräte sollen nach aktuellen Erkenntnissen nur um 4 Mio. t anstatt 8 Mio. t zum Ende des Vermarktungsjahres 2011/12 steigen. Getreide bleibt knapp und davon wird auch der ohnehin gefragte Roggen profitieren.
So sieht das Preisniveau für Brotroggen in den einzelnen Ländern aus:
Deutschland:
Süd-/Westdeutschland: 240 bis 255 €/t franko Verarbeiter
Sachsen Thüringen: 225 bis 235€/t ab Station
Polen: 225 €/t franko Verarbeiter
Österreich: 240 bis 255€/t franko Verarbeiter
Russland: 5.485 Rubel/t (142€/t)
Ukraine: 1665 UAH (161€/t)
Aussichten:
Russland hat seine Exportmengen für Roggen um 50.000 t erhöht, was das Preisniveau dort positiv beeinflusst hat.
Zusätzlich hört man bei Wintergetreide von Witterungsverlusten. Es handelt sich dabei um Auswinterungsschäden in Russland bis Frankreich sowie Auswirkungen von Trockenheit in Spanien, China und USA.
Die unsichere Produktionsentwicklung könnte daher zu steigenden Getreidepreisen für die Ernte 2012 führen. Aus heutiger Sicht wird das auch den Roggenpreis festigen.
Wie schätzen Sie die Marktentwicklung ein?
Ihr Claus Hinrich Heuer
Erstellt von:
RYEBELT TEAM