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Diskussion zum Thema Markt

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    10.05.2012, 13:45 Uhr|

    Auswinterungen und deren Folgen – Wo gehen die Marktpreise hin?

    Coceral, Dachverband des europäischen Getreidehandels, erwartet eine Erntemenge von 281 Mio. t. Getreide. Es wären 2,5 Mio. t weniger als die niedrige Vorjahresernte. Bei einem Inlandsverbrauch von 275 Mio. t würde der Exportüberschuss auf 6 Mio. t sinken. In normalen Jahren beträgt der Überschuss der EU-27 15 bis 20 Mio. t.

    Regionale Auswinterungsverluste:

    Polen

    Frostschäden auf 1 Mio. ha davon sind 500.000 ha Weizen betroffen. Auch bei Gerste wurden erhebliche Schäden gemeldet. Der Roggen hat den Winter trotz fehlender Schneedecke gut überstanden.Die Getreidepreise sind in den letzten Wochen um 100-150 PLN (25-35 €/t) gestiegen. Es wird befürchtet, dass Polen verstärkt Getreide importieren muss.

    Ukraine

    2,4 Mio. ha Wintergetreide sind in der Ukraine umgebrochen worden. Die Marktpreise waren trotzdem in den letzten Wochen sehr stabil.

    Russland

    Die staatlichen Behörden gehen von einer normalen Auswinterung von 6-10% der Anbaufläche für Wintergetreide aus. Es wird eine Getreideernte in Höhe von 95,5 Mio. t nach 94,2 Mio. t im Vorjahr.Die Getreidepreise sind leicht rückläufig. Das Agrarministerium hat angekündigt 2 Mio. t Getreide aus Interventionslager zu verkaufen.

    Deutschland

    Hohe Flächenverluste vor allem bei Winterweizen gab es in Teilen Brandenburgs, Südhannover, Nordhessen, Ostwestfale, Unterfranken und Lommatzscher Pflege in Sachsen.Die Preise für Futtergetreide sind in den letzten Wochen aufgrund der verstärkten Nachfrage der Mischfutterindustrie gestiegen. Auch für Brotroggenpreise lässt sich wieder ein steigender Trend beobachten.

    Wie  schätzen Sie die Preisentwicklung ein?

     

  • Roggen – bleibt gefragt

    23.03.2012, 16:15 Uhr|

    Der weltweite Verbrauch von Getreide ist in diesem Jahr um 3% gestiegen. Es wird erwartet, dass zusätzlich 36 Mio. t Getreide verfüttert werden. Für die industrielle Verwertung und die Humanernährung erwartet man einen Anstieg von insgesamt. 30 Mio. t.

    Die Getreidevorräte sollen nach aktuellen Erkenntnissen nur um 4 Mio. t anstatt 8 Mio. t zum Ende des Vermarktungsjahres 2011/12 steigen. Getreide bleibt knapp und davon wird auch der ohnehin gefragte Roggen profitieren.

    So sieht das Preisniveau für Brotroggen in den einzelnen Ländern aus:

    Deutschland:

    Süd-/Westdeutschland: 240 bis 255 €/t franko Verarbeiter

    Sachsen Thüringen: 225 bis 235€/t ab Station

    Polen: 225 €/t franko Verarbeiter

    Österreich: 240 bis 255€/t franko Verarbeiter

    Russland: 5.485 Rubel/t (142€/t)

    Ukraine: 1665 UAH (161€/t)

    Aussichten:

    Russland hat seine Exportmengen für Roggen um 50.000 t erhöht, was das Preisniveau dort positiv beeinflusst hat.

    Zusätzlich hört man bei Wintergetreide von Witterungsverlusten. Es handelt sich dabei um Auswinterungsschäden in Russland bis Frankreich sowie Auswirkungen von Trockenheit in Spanien, China und USA.

    Die unsichere Produktionsentwicklung könnte daher zu steigenden Getreidepreisen für die Ernte 2012 führen. Aus heutiger Sicht wird das auch den Roggenpreis festigen.

    Wie schätzen Sie die Marktentwicklung ein?

    Ihr Claus Hinrich Heuer

  • Steigende Preise in Osteuropa

    20.02.2012, 08:00 Uhr|

    Steigende Preise in Osteuropa 

    Vom Ural bis zum Atlantik suchen die Mühlen backfähigen Roggen. Während am Weltmarkt die weltweiten Weizenvorräte ein neues Rekordniveau erreicht haben, ist Roggen im Rye Belt sehr knapp. Nachdem in den letzten Monaten Roggen in Deutschland, Polen und Österreich gesucht wurde, ist seit Jahresbeginn auch in der Ukraine und Russland eine anziehende Nachfrage zu beobachten. 

    Die Marktpreise für Brotroggen stellen sich in den Regionen wie folgt dar: 

    Süddeutschland: EUR  235 – 250/t franko Verarbeiter 

    Norddeutschland: EUR 220 – 230/t franko Verarbeiter 

    Ostdeutschland: EUR 205 – 220/t franko Verarbeiter 

    Polen: PLN 900 – 920/t (210 - 220 €/t) franko Verarbeiter 

    Dänemark: DKK 1500/t (200 – 205 €/to) ab Hof 

    Ukraine: UAH 1660 - 1700/t (166 - 170 €/t) ab Station 

    Russland-Zentralregion: RUB 5250/t (130 €/t) franko Verarbeiter 

    Aussichten: 

    Der Roggenmarkt bleibt bis zur neuen Ernte besonders in der EU-27 knapp versorgt. Es ist zu erwarten, dass die polnischen und deutschen Lager mit Brotroggenqualitäten bis zum Juli leergefegt sind. In Deutschland und Polen halten sich aber die Müller mit dem Abschluss von Lieferverträgen zurück. Vereinzelt wurden bereits von Vertragsabschlüssen für die Ernte 2012 berichtet. Es wurden Preise von 180 bis 190 €/t genannt. Dabei beinhalten einige Verträge eine Qualitätsklausel, in der bei fehlender Backqualität für gelieferte Futterqualität ein Preisabschlag von 20 €/t vorgenommen wird. Auf dieser Basis ist ein Vertragsabschluss für Teilmengen zur Risikostreuung  sinnvoll. In der Ukraine und besonders in Russland besteht in den nächsten Wochen im Vergleich zum Weizenmarkt noch ein Aufwärtspotenzial. 

 
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